Freitag, 19. Mai 2017

Macht der Gewohnheit oder so

Was die Trauer um meinen Dad angeht ist alles unverändert. Ich denke einfach wieder nicht dran und fühle demnach auch nichts. Meine Psychotante nennt es "ich verdränge". Ich sei noch nicht dazu bereit, den Schmerz zu zu lassen.

Vielleicht wende ich bei Johannes mittlerweile dieselbe Taktik an. Keine Ahnung. Er hat ein neues Profilbild mit ner mir bis dato völlig unbekannten Schnecke. Ich weiß nicht wer sie ist. Das Foto entstand auf irgendeiner Familienfeier. Es gibt also jetzt zwei Möglichkeiten. Sie ist Verwandtschaft oder aber sie ist so sehr Schnecke, dass sie mit auf solche Veranstaltungen darf. Sie sehen gut zusammen aus. Schick angezogen. Steht ihm gut. Und auch sie steht ihm gut. Sie sieht nett aus. Wenn auch schlank, so schlank, dass ich nach Sichtung des Fotos direkt auch wieder aufgestanden bin und meine Hanteln geschwungen habe...

Keine Ahnung, warum meine Abneigung gegen diese eine Schnecke so groß ist. Es gibt welche, die könnte ich leichter akzeptieren. Hmm. Vielleicht liegt das an meinem Scannerblick. Die Psychotante meinte, dass ich das Talent hätte, die Leute innerhalb von Sekunden durchschauen zu können.
Ich mag keine Leute, die sich künstlich so auftakeln wie sie. Wenn das Äußere schon nicht echt ist... Wenn man mit aller Macht versucht das wahre Ich zu verstecken. Von dem abzulenken, was man wirklich ist. Nicht falsch verstehen, ich bin die Letzte, die splitterfaser nackt draußen rum rennt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Aber falle wenigstens nicht auf. Hmm.

Johannes und ich hatten vor ein paar Tagen mal wieder eine richtige Konversation. Einen Austausch. Er schreibt was, ich schreibe was, er antwortet... Jetzt ist er wieder abgetauscht. Zu der Schnecke auf dem Profilbild? Selbst wenn... Es wächst mittlerweile so ein ganz zartes Vertrauenspflänzchen in mir. Er wird schon wieder kommen. Macht er seit dem Tod meines Vaters regelmäßig. Ich muss ihm wohl dann nur zugestehen, dass er auch mal wieder für ne Weile verschwindet. So lange er nicht für immer weg ist, kann ich das. Sogar sehr gut. Ohne Kummer und Schmerz. Ohne mich dabei wertlos zu fühlen.

Ich muss einen neuen Antrag auf Rente stellen. Ich hab Angst. Angst davor, plötzlich wieder als arbeitsfähig zu gelten... Meine Psychotante hält das für ausgeschlossen und meint, ich bräuchte mir da keine Sorgen zu machen. Das beruhigt mich. Sie wird wohl auch eine Bewertung abgeben müssen. Da wird sie vermutlich nichts anderes rein schreiben. Hoffe ich. Wenn das noch mal durchgeht... Dann ist es endgültig. Es war auch nie mein Lebensziel, so früh berentet zu sein. Aber... Ich bin wirklich froh, dass ich wenigstens eine Erkrankung habe, bei der ich keine anderen Menschen schädige. Wisst ihr was ich meine? Ich könnte ja auch ein Massenmörder, Amokläufer oder sonst was geworden sein. So bin ich einfach nur zu sensibel für diese Welt. Zu traurig. Zu ängstlich. Zu kraftlos. Zu nachdenklich. Ich kann einfach in diesem ganzen Strom nicht mithalten. Den Anforderungen nicht gerecht werden. Hab zu wenig Energie. Bin zu müde. Hab zu wenig Ausdauer. Manchen Leuten tut es gut, wenn sie sich mit jemandem auf nen Kaffee treffen und quatschen. Für mich ist selbst das anstregend und ich muss mich danach davon erholen. Ich komme einfach am besten mit mir alleine zu recht. Menschen und äußere Einflüsse strengen mich so dermaßen an. So ist das...

Man kann sein Leben nicht planen... Zumindest nicht immer...

Donnerstag, 11. Mai 2017

Tja...

Und dann kommentiert Johannes gestern aus heiterem Himmel meinen Whatsapp-Status. Ein Bla-Bla-Bla Spruchbild, ein Bla-Bla-Bla Kommentar von ihm. Eine genauso Bla-Bla-Bla Antwort meinerseits. Ein Zwinkersmiley von ihm und zack vorbei.

Er ist also wieder da. Ich weiß nicht, wo er war, ob was passiert ist. Ich frage ihn nicht danach. Dann müsste ich mich ja outen und zugeben, dass ich gesehen hab, wann er zuletzt online war... Von sich aus wird es mir nicht erzählen und selbst wenn ich nachfragen würde, könnte das Gespräch schon wieder beendet sein.

Vielleicht funktionieren wir halt so. Vielleicht harmonieren wir nur noch auf der Bla-Bla-Bla Ebene. Was bleibt mir denn übrig? Vielleicht ist das aber auch ne Chance. Entweder er lässt sich eines Tages doch auf mehr ein und wir können auch mal wieder intensivere Gespräche führen. Oder ich merke, dass ich diesen oberflächlichen Kram auch bei ihm nicht brauche. Dafür ist mir schließlich bei allen anderen Menschen auch meine Zeit zu schade... Oder aber ich finde diese Ebene irgendwann selbst nicht so schlecht. Keine Ahnung.

Ich weiß doch eh schon nicht mehr was richtig und was falsch ist. Egal welche Entscheidungen ich treffe, er schafft es mit nur einem Wort, einer Geste dass ich wieder alles über den Haufen werfe.

Damals sagte er, dass ich der Chef sei, wir manches aber nicht aus den Augen verlieren sollten... Damals ging es auch um unser Tempo. Ja, es gab mal ne Zeit, da war er schneller als ich... Damals war ich für ihn noch interessant. Vielleicht müssen wir den Spieß jetzt umdrehen. Er ist der Chef, er bestimmt, in wie weit er mich noch in sein Leben lassen kann und will.

Gehen kann ich immer noch... Ach verdammt... Ich kann einfach irgendwie nichts tun. Er ist der Chef, war er schon immer... Ich komme dagegen nicht an. Vielleicht muss ich mich darin üben, devot zu werden. Mich dem Ganzen einfach zu beugen. Es irgendwie auszuhalten. Seit Jahren versuche ich dagegen an zu kämpfen. Vielleicht muss ich einfach akzeptieren, dass es so ist wie es ist. Es ist einfach irgendwas Tiefes, irgendetwas was mich daran hindert, ihn loszulassen. Was auch immer es ist, es ist verdammt stark.

Ja, vielleicht muss man manches einfach akzeptieren. Nicht hinterfragen, nicht dagegen ankämpfen... Man soll Dinge akzeptieren, die man nicht ändern kann. Und bei Johannes hab ich die Befürchtung, dass ich in der Tat nichts verändern kann. Hmm.

Er hat mir vorhin übrigens schon wieder geschrieben. Wieder Bla-Bla-Bla. Und ich ebenso. Nichts persönliches. Nichts über ihn, nichts über mich. Hmm.


Mittwoch, 10. Mai 2017

Besser so...

Ich wünsche ihm wirklich nicht, dass ihm jetzt irgendwas ganz Schlimmes zugestoßen ist! Ich bin ja nur so aggro auf ihn, weil ich ihm so egal bin und nicht, weil er mir wirklich was getan hat...

Aber wenn ich ehrlich bin.... Je öfter ich grade auf sein Whatsapp-Profil gehe, umso besser gehts mir. Obwohl er nach wie vor nicht online war. Und da stimmt definitiv irgendwas nicht... Aber er hat kurz vor seinem Verschwinden wieder ein Profilbild eingestellt, das was mit seiner verstorbenen Nichte zu tun hat. Ich mag das Bild. Es ist friedlich, tiefgründig... Es ist irgendwie ein gutes letztes Zeichen. Stellt euch mal vor, ich müsste mir ständig das Bild angucken, auf dem er mit seiner Schnecke drauf ist... Diese knallrot geschminkten Lippen. Bäh! Aber immerhin hat auch sie Bauch... Ja, richtig schlank ist die auch nicht... Ach, egal. Inneren Werte und so. Hab sie nur mal kurz live erlebt, fand sie doof. Die Psychotante meinte, das sei eine Gabe von mir. Dass ich in Sekundenschnelle Leute scannen und einordnen könne. Eine anstrengende Gabe, aber auch irgendwie ein Talent.

Was ich damit sagen will... Es ist okay, dass er weg ist. Wahrscheinlich sogar grade das Beste, was mir passieren konnte. Er hat mir die Entscheidung abgenommen. Wie oft hatte ich mich selbst zwar schon dazu entschieden, dass ich nichts mehr sehen und hören mag... Er hat es auf eine recht elegante Art gelöst. Er wird ja nicht nur für mich weg sein. Er hat nicht nur mich verlassen.

Und das Beste ist... In der letzten Nachricht unserer Konservation schreibe ich ihm, dass es wirklich manchmal weh tut, wenn er einfach schweigt... Das passt einfach alles irgendwie zusammen. Dieses Bild, in dem er mir so vertraut vorkommt. In dem ich den Menschen erkenne, der mir so wichtig war, der mich so tief berühren konnte... Dann die Botschaft, dass er mir weh tun kann und es auch tut... Das ist irgendwie ein gutes Ende.

Ach, ich kann das grade nicht so recht beschreiben, ich hoffe, ihr könnt dennoch nachvollziehen was ich eigentlich meine.

Vielleicht hat er auch sein Handy verloren. Ne neue Nummer... Hat auf FB seine zig tausend Freunde dazu aufgerufen, ihm ne Nachricht zu schicken mit ihrer Nummer. Wer weiß das schon.

Er hat einfach irgendwas an sich, was mich triggert. Auf das ich immer und immer wieder anspringe. Ganz, ganz schlimm.

Aber die für mich bedeutenste Erkenntnis: Er soll meinetwegen Kontakt zu mir aufnehmen und nicht aus Mitleid weil mein Vater gestorben ist. Ja... Ich brauche kein Mitleid. Schon gar nicht von ihm. Ich will gesehen werden. Gesehen und dennoch gemocht werden. Ich weiß noch nicht mal, an welchem Punkt er schon scheitert... Sieht er mich überhaupt? Oder sieht er mich und findet mich einfach nur scheiße? 

Ich weiß es nicht...

Ich weiß, dass ich mich jetzt fertig machen muss, meine Zeitungen kommen gleich. Meine Knie sind wieder kaputt. Überlastet... Tun weh. Doof. Sie bräuchten Ruhe, ich sollte mich aber auf den nächsten Wettkampf vorbereiten. Hmm.

Dienstag, 9. Mai 2017

Ist das dämlich...

Warum hab ich Depp nur geguckt, wann er zuletzt online war?!

Er war seit heute Morgen immer noch nicht online. Es war ja nie schön zu sehen, dass er ständig online ist, offensichtlich tausend (oder auch nur ihr) Leuten schreibt, nur mir nicht... Aber jetzt? Jetzt mache ich mir in der Tat Sorgen um ihn. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mir im Moment fast schon wünschte, die Schnecke würde ihm jetzt doch ne Chance geben und er sei einfach zu deep in love, um sein Handy in die Hand zu nehmen.

Verdammt... Und ich hab ihn ja noch nicht mal mehr bei Facebook. Falls er da irgendwas gepostet hat...

Sehr ihr, das meine ich... Es wäre einfach so viel leichter, würde ich überhaupt gar nichts von ihm mitbekommen. Gut, dieses Mal bin ich selber schuld. Was gucke ich denn überhaupt? Das mache ich doch sonst auch nicht. Zumindest nicht oft...

Und warum hab ich überhaupt Angst um ihn? Wenn ich mal 24 Stunden nicht online wäre, würde ihm das sicher nicht auffallen...Und selbst wenn mir was passieren würde... Würde es ihn interessieren? Wohl kaum...

Warum nur hat er so eine verdammte Macht über mich? So extrem war es noch nie. Bei keinem. Es gab immer mal Menschen, die ich toll fand. So richtig toll fand. Bei denen ich das Gefühl hatte, ich könne nicht mehr ohne sie. Menschen, die mich emotional sehr, sehr tief berührt haben. Menschen, an die ich mich geklammert hatte, Menschen, bei denen mir das Loslassen schwer fiel. Aber irgendwann, irgendwann war es einfach vorbei. Meistens wurden sie ersetzt. Ja, plötzlich gab es jemand Anderen, den ich toll fand, der mich berührt hat, der meine kaputte Welt etwas erträglicher machte.

Aber... So tief wie Johannes hat mich nun mal noch keiner berührt. Das kann man nicht ersetzen. Tiefer gehts nicht. Zum Glück...

Wisst ihr, dieses behinderte Kind damals. David... Ihn habe ich losgelassen, weil es besser für ihn war. Aus Liebe zu ihm. Ich wusste, dass ich nicht nur mir, sondern auch ihm schade. Mit dieser krassen Abhängigkeit. Er war einfach mein Sonnenschein... Ein Tag vor der Beerdigung meines Vaters war ich mit Jörn in diesem besagten Kinderheim, ich war da ja selbst als Kind für ein paar Monate, während meine Mutter ihren Entzug machte. Mit 17 Jahren fingt ich dort für 1,5 Jahre an zu arbeiten und betreute unter anderem den damals vier jährigen David. Geistig und körperlich behindert. Aber so ein Strahlemann. Immer wenn er mich sah fing er an zu strahlen und lachen. Das war so echt... Ich weiß noch, wie ich das erste Mal spürte, wie sehr mich dieser kleine Kerl gefangen hatte... Er klemmte sich aus Versehen den Finger in seinem Kinderwagen ein und fing ganz doll an zu weinen. Das brach mir das Herz. Ich nahm ihn auf den Schoß und kurz darauf lachte er wieder so herzerfrischend. Das war das Schlüsselerlebnis. Immer wenn er von jemand Anderem gefüttert wurde, schaute er zu mir und streckte die Arme nach mir aus. Wenn ich mich von ihm verabschiedete, fing er oft an zu weinen... Jedenfalls hatte ich ihn seit damals nicht mehr gesehen. Seit 18 Jahren nicht. Ich war dann also vor der Beerdigung in diesem Kinderheim. Ich weiß nicht warum. Irgendwas hatte mich dahin getrieben. Hab mich mit einem Pfleger unterhalten. Alle Kinder von damals waren schon ausgezogen, nur David nicht. Der Pfleger fragte mich, ob er mich zu ihm bringen solle. Ich verneinte. Ich denke, mittlerweile hätte ich ihn sogar wieder ansehen können. Ohne rückfällig zu werden. Dafür hätte ich viele Jahre lang nicht garantieren können. Ein mal dieses Lachen sehen und zack wäre ich wieder hilflos verloren gewesen. Ich hab mich oft gefragt, wie er mittlerweile aussieht. Ich weiß es immer noch nicht. Aber er lebt noch und das ist gut. Selbst das wusste ich ja nicht. Diese behinderten Kinder haben oft keine allzu hohe Lebenserwartung.

Unter anderem wegen David hatte ich damals diesen üblen Selbstmordversuch unternommen. Ich kam selbst nicht mehr damit klar. Dass ich so starke Gefühle für diesen kleinen Menschen hatte. Ich wollte einfach für immer mit ihm zusammen sein. Hatte so große Angst davor, ihn jemals wieder hergeben zu müssen. Das war alles so krank.

Kurz darauf kam in der Klinik eine Ärztin, die ich toll fand. Die verließ irgendwann das Krankenhaus, ich war wieder total fertig. Ein Jahr lang ungefähr... Bis Frau Dr. Brenner meine Hand hielt, während ich in der Isolierzelle fixiert wurde... Ja, dann kam Frau Dr. Brenner. Nach ihrem Tod war ich wieder so hilfos und verlassen. Weiß gar nicht wie viele Jahre lang...

Dann kam der Türkenarsch. 2-3 Jahre habe ich wegen dem gelitten.

Bis 2011 Johannes in mein Leben trat. Es hat einfach bei keinem so lange gedauert. Und ich weiß einfach nicht, wie ich das kompensieren soll, was mir Johannes gegeben hat. Was das war? Das erste Mal das Gefühl zu haben, okay zu sein. Wertvoll zu sein. Willkommen zu sein. Gewollt zu sein. Und vor allem einfach mal keine Angst zu haben. Weil einfach alles so verdammt richtig war. Egal was ich tat oder sagte, es schien alles genau richtig zu sein. Ich schien richtig zu sein.
Und wie bitteschön, soll ich all das ersetzt bekommen? Wie?

Auch wenn ihr mich dafür halten müsst, ich bin nicht ganz bescheuert. Ich weiß selbst, dass es schlichtweg dumm ist, all das noch mal in ihm zu suchen. Ja, er hat mir all das mal gegeben. Tut es aber nicht mehr und wird es auch nicht mehr. Er interessiert sich nicht mehr für mich. Und selbst wenn er es tun würde? Was dann? Heute sagt er immer nur zu mir, ich solle nur Dinge tun, die mir gut tun. Und ich solle mich nicht immer so klein machen... So ein Idiot... Er ist es doch, der mich so klein fühlen lässt. Er ist es doch, der mir im Grunde genommen so gut tun könnte.
Aber auch da ist es doch so... Früher hat er gesagt, dass ich ihm so verdammt gut tue. Und heute? Er schreibt mir nicht, weil ich ihm gut tue... Er schreibt mir, weil mein Vater vor kurzem gestorben ist und ich halt für ihn da war, als seine Nichte vor 1,5 Jahren gestorben ist.
Er soll einfach da sein, weil er mich auch für wertvoll erachtet. Wertvoll für sich.

Wir begegnen uns überhaupt nicht auf Augenhöhe. Es ist noch nicht mal, weil ich ihn so richtig groß mache. Ja, ich würde halt gerne mehr über ihn erfahren. Wäre gern Teil seines Lebens. Und naja... Er möchte das nicht. Sondern halt genau das Gegenteil. Während ich ihn auch gerne an meinem Leben teilhaben lassen würde, interessiert ihn das überhaupt nicht. Wir sind einfach nicht kompatibel. Und ich weiß auch, dass ich das nicht erzwingen kann.

Was ist nur passiert? Ja, wir hatten unsere Differenzen in der Vergangenheit. Er hat mich verletzt, ich hab ihn sicher auch mit manchen Aussagen verletzt... Und dennoch... Hat er sich so verändert? Hab ich mich so verändert? Wir beide? Warum finden wir einfach keinen Zugang mehr zueinander?

Ja, ich hätte ihn gerne in meinem Leben. Aber nur, wenn er da sein will. Wegen mir da sein will. Und nicht aus Mitleid.

Und jetzt gehe verdammt noch mal online und poste meinetwegen ein Bild mit deiner Schnecke... Hauptsache dir gehts gut... Aber lass mich nicht ganz alleine...

Verdammt, was hasse ich diesen Borderline-Scheiß. Ich distanziere mich anosnsten immer davon, weil ich so nicht sein will. Aber was soll ich sagen? Ich merke es doch selbst. Ich hasse dich - verlasse mich nicht. Yip, Klischee voll und ganz erfüllt. Wenigstens schneide ich mir zu allem Überfluss nicht auch noch wieder die Arme auf...

Dreck!

Weiter, immer weiter...

Ich weiß nach wie vor, dass Johannes jegliches Interesse an mir verloren hat. Dass das nichts mehr mit mir zu tun hat. Es ist egal, was ich tue oder auch nicht tue, es ist ihm egal. Ich bin ihm egal...

So ist das, damit muss ich klar kommen. Ich weiß wie er ist, wenn er sich für eine Person interessiert. Er hatte sich mal für mich interessiert. Hatte mir so viele Fragen gestellt. Wollte so viel über mich wissen. So viel wollten bislang nur irgendwelche Psycho-Docs von mir wissen.

Wenn ich da an Jörn denke... Er stellt keine Fragen. Will nichts über mich wissen. Obwohl er weiß, dass ich mittlerweile viel über mich über meinen Whatsapp-Status preisgebe, schaut auch er ihn sich nicht an. Meine Psychotante meint, dass jeder sein Interesse anders äußert. Jörn sei schließlich immer da, wenn ich ihn bräuchte. Damit würde er mir zeigen, dass ich ihm wichtig bin.

Ach, ich weiß nicht. Ja, Jörn tut viel für mich... Ach, egal. Ich will nicht über Jörn reden. Wir sind zusammen, das schon seit fast 3,5 Jahren, ich glaube, er wird mich bald fragen, ob ich ihn heiraten will... Zumindest wollte er unbedingt meine Ringgröße wissen... Ich hab Angst vor der Frage... Ich werde "Ja" sagen... Aus vollstem Verstand... Er ist das Beste, was mir passieren konnte. Er passt auf mich auf, kümmert sich um mich, ist immer da wenn ich ihn brauche... Das ist so viel mehr als die meisten Menschen in meinem Leben je für mich getan haben.

Es wäre wirklich leichter, wenn Johannes für immer weg wäre. Eines Tages werde ich ihn wieder sehen, irgendwas über ihn hören, vielleicht sogar von ihm hören... Spätestens zu meiner Hochzeit wird er kommen. Er ist Jörns Kumpel... Sind im selben Fanklub. Ich kann ja schlecht den kompletten Fanklub einladen, nur Johannes nicht...

Er hat einfach so eine Wirkung auf mich... Kaum macht er mal irgendwas Positives, vergesse ich schon wieder all meine Vorsätze. Und ich bin auch nicht konsequent. Hab vorhin geguckt, wann er zuletzt online war. Heute Morgen um halb fünf... Das ist ungewöhnlich. Er ist auch so ein Handy-Suchti. Bin hin und her gerissen... Vielleicht ist er ja bei seiner Schnecke und sie hat ihn so sehr im Griff, dass er noch nicht mal mehr auf sein Handy guckt... Das würde mich fast schon erleichtern. Könnte ja schließlich auch sein, dass ihm was passiert ist...
Damit schade ich mir nur selber. Ich darf nicht mehr gucken. Ich werde es versuchen.

Was kann ich tun, damit es für mich leichter wird? Wisst ihr, was mir auch aufgefallen ist? Ich kann den Tod meines Vaters wieder sehr gut zur Seite schieben. Fühle wieder kaum was, wenn ich daran denke. Und im Moment komme ich ja auch mit Johannes emotional recht gut zurecht. Kann mir durchaus vorstellen, auch ohne ihn zu leben. Und dann ist dann da irgendwann wieder dieser Punkt... An dem mir mein Dad so sehr fehlt und auch Johannes. An dem ich mich einfach so scheiße klein, schwach, alleine und verlassen fühle. Ich muss beim nächsten Mal drauf achten, durch was dieses Gefühlshaos ausgelöst wird... Durch was dieser Gefühlswechselt ausgelöst wird.

Fakt ist, Johannes ist weg. Genauso wie mein Dad. Mit dem Unterschied, dass mein Vater gestorben ist. Er ist nicht wegen mir gegangen. Er hätte mich nie alleine gelassen. Im Gegensatz zu Johannes. Er lebt, ich lebe... Ich würde am liebsten alles über ihn wissen, würde am liebsten jeden Tag wissen, was er so tut, was er denkt, was er fühlt, wie es ihm geht... Er hingegen... Ach lassen wir das.

Ich werde mich nach wie vor auf meinen Sport konzentrieren. Nächsten Monat findest ein Stadtlauf statt. Mein erster. Dafür werde ich trainieren. Heute Morgen hatte ich schon mal einen guten Start. Ich konnte in letzter Zeit ja nicht mehr allzu regelmäßig laufen gehen. Zu viele Flyer und Zeitungen. War wenn dann zwar sehr weit (um die 18 Kilometer), aber halt auch sehr langsam (um die 8,5 km/h) unterwegs. Heute Morgen habe ich die 5 Kilometer zumindest wieder unter 30 Minuten geschafft. Und das obwohl ich dachte, ich könne gar nicht mehr schnell laufen.

Ich brauche einfach neue Ziele, neue Herausforderungen, muss mich meinen Ängsten stellen, sie überwinden und dadurch mein Selbstwertgefühl steigern. Ich bin mein größter Gegner. Ich vergleiche mich immer mit anderen Menschen, verliere sämtliche Vergleiche. Kann irgendwie nichts so richtig gut. Da bin ich einfach oft chancenlos und das tut nichts für mich. Dadurch fühle ich mich nur noch beschissener. Also bleibt nur der Wettkampf gegen mich selbst. Stärker sein als mein größter Gegner und der lautet nun mal Angst. Immer. Vor allem. Vor jedem. Ja. Für viele kaum sichtbare Erfolge, für mich die größten Pokale, Titel, Medaillen, die es nur geben kann.

Ich werde es schon eines Tages schaffen... Hoffe ich...

Montag, 8. Mai 2017

Wenn Worte einfach nichts wert sind...

Seine Worte. Die von Johannes. Kann man selbst beeinflussen, wie viel Wert Worte haben? Was macht den Wert von Worten aus? Warum sind manche Worte wertvoller als andere? Liegt es überhaupt an den Worten oder nicht viel mehr an den Menschen, die sie aussprechen?

Wie auch immer. Johannes hat sich entschuldigt. Dafür, dass er nicht antwortet. Er wisse aus eigener Erfahrung, wie weh so was tun kann... Aha. Seine Schnecke antwortet ihm also wohl auch nicht immer. Zugegeben, ein klein wenig Schadenfreude meinerseits kann ich nicht verleugnen. Was ich aber noch viel schlimmer finde. Er weiß also, wie scheiße das ist. Warum tut er das dann immer wieder? Das hätte er mir besser nicht gesagt. Oder vielleicht auch gut so. Wenn jemand etwas immer und immer wieder tut, obwohl er weiß, dass es dem Anderen weh tut. Das ist nicht nett und das ist viel schlimmer, als wenn sich halt jemand so verhält und nicht weiß, dass das dem Gegenüber weh tut.

Er hatte seine Schnecke am Wochenende beim Fußball wieder gesehen. Direkt ein gemeinsames Profilbild bei Whatsapp eingestellt... Diese Tussi und ich haben so viel gemeinsam wie der Papst mit dem Puff. Ich glaube, sie will nicht wirklich was von ihm. Sonst würde er ihr nicht schon so lange hinterher rennen. Wenn ich da an "uns" zurück denke. Was war der süß zu mir am Anfang. Ich hatte noch gar keinen Bock auf ihn. Hab selten bis gar nicht geantwortet... Vielleicht hat er ja wirklich erst das Interesse verloren, als er gecheckt hat, dass er mich jetzt rum bekommen hat. Emotional. Was weiß ich.

Hab ihn jetzt bei Whatsapp auch so eingestellt, dass er nichts mehr von mir sieht und ich nichts mehr von ihm. Will nichts mehr sehen, nichts mehr wissen. Es wird nie wieder so sein wie früher. Er wird nie wieder so sein wie früher. Und ich bin einfach so... Wenn ich jemanden mag, was nicht oft vor kommt, dann zeige ich das. So bin ich halt. Und das ist auch nichts, was ich ändern müsste. Dass ich ihm nichts bedeute, dafür kann ich nichts. Er ist einfach so. Ich bin kein einfacher Mensch. Kaputt vom Leben, gezeichnet, bin auf den ersten Blick so herrlich normal und unkompliziert, auf den zweiten Blick erst erkennt man all die Zweifel und Ängste... Ich kann bei ihm tun und lassen was icih will, ich erreiche ihn nicht mehr. Bekomme keine Chance mehr. Das ist aber nicht mein Fehler oder meine Schuld.

Ich hab heute Nacht von ihm geträumt. Er wäre beim Fußball zusammen geschlagen worden. Ich hab es mit angesehen und hab nichts dabei gespürt. Hab mich einfach umgedreht und nicht weiter hingeschaut. Die Traumdeutung sagt das dazu: "Ist man im Traum ein unbeteiligter Beobachter bei einer Schlägerei, deutet das auf Konflikte im Lebensumfeld des Träumenden hin, die ihn nur mittelbar betreffen."

Ich hab am Wochenende bei einem sportlichen Wettkampf Großartiges geleistet. Ich hatte so Angst davor... Hätte tausend Gründe parat gehabt um abzusagen. Und im Endeffekt hab ich es nur für meinen Dad getan. Er wollte uns immer beibringen, dass man Dinge auch mal durchziehen muss. Grade dann, wenn es schwer ist. Und Angst als Aufgabegrund hätte er nicht durchgehen lassen. Und ich auch nicht... Deswegen bin ich angetreten und hab es gut gemacht. Und darauf bin ich sehr stolz. Und obwohl Johannes auch all das noch bei Whtasapp mit verfolgen konnte, kam nichts. Und... Auch deswegen ändert dieser Spruch: "Nur weil er ne Andere hat, ändert das doch an seinen Gefühlen für dich nichts." nichts. Oder der Spruch zeigt eben nur, wie unwichtig ich ihm bin. Es interessiert ihn alles nicht, schon gar nicht, wenn seine Schnecken vor seinen Augen mit dem Arsch wackelt.

Ich wurde so oft vergessen und übersehen in meinem Leben... Ich will nur noch Leute in meinem Leben, die mich sehen. Und wenn das bedeutet, dass ich in erster Linie mein Leben alleine leben muss, dann ist das so. Aber ich bin auch kein Opfer. Johannes soll bei mir sein, weil er bei mir sein will. Weil er gerne mit mir Kontakt hat. Und nicht, weil ich die Freundin einer seiner Kumpels bin oder weil mein Vater gestorben ist. Er soll wegen mir da sein. Weil er mich sieht. Mich sieht und dennoch mag. Vielleicht sieht er auch zu gut und ist deswegen ständig weg... Ist auch okay... Ich tue wenigstens keinen anderen Menschen mit Absicht weh. Im Gegensatz zu ihm. Er weiß, wie sehr er mir mit manchen Verhaltensweisen tut und tut es dennoch immer und immer wieder. Würde ich nie tun. Und wenn auch diese Verhaltensweise dazu führt, dass ich ein Außenseiter auf dieser Welt bleibe, dann ist auch das okay. Das sind gute Eigenschaften. Ja.

Was für ein Idiot... So eine wie mich soll er erst mal finden. Seit Jahren stehe ich ihm so treu zur Seite... Aber es macht einfach keinen Sinn mehr.

Meine Psychotante hat gesagt, ich hätte ein gutes Gefühl für Menschen. Könne sie gut durchschauen... Müsse mir nur selber mehr vertrauen. Hmm.

Ich schätze, meine Analyse könnte stimmen.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Dann sei doch einfach ruhig...

Sie ist nun da... Die gewohnte Trauer. Das Gefühl... So wie ich es kenne... Dieses hemmungslose Weinen, dieses Gefühl, das alles einfach nicht mehr aushalten zu können... So war es bislang immer. Bei allen, die mich so verlassen haben.

Diese Unfähigkeit, irgendwas tun zu können. Zu wollen. Gestern und vorgestern lag ich in der Tat nur im Bett. Laptop, Musik...
So ver
Ich hab nicht mitbekommen, dass es meinem Dad schlecht geht und das tut mir leid. Die letzten 2-3 Jahre hat sich alles immer nur um meine Mutter gedreht. Er kam viel zu kurz. Hat sich ja selbst hinten angestellt. Er selbst hätte so viele Baustellen gehabt, aber er hat sich immer um meine Mutter gekümmert... Und mir tut es so leid, dass ich so weit weg war. Ich hab mich weder um ihn gekümmert, noch dafür gesorgt, dass er sich um sich kümmern kann. Wäre ich da gewesen, dann hätte ich meine Mutter pflegen können und er hätte zum Arzt können... Hätte sich behandeln lassen können.

Aber dass er jetzt einfach so weg ist und nicht mehr wieder kömmen wird. Das ist einfach so... Das kann er doch nicht machen. Wisst ihr, früher... Er ist immer wieder mal abgehauen, wenn der Streit mit meiner Mutter zu groß war. Ich kam aus der Schule und er war weg... Und ich war alleine in dieser ganzen Scheiße. Wusste nicht, wann er wieder kommt, ob er wieder kommt... Aber er kam immer wieder. Irgendwann war er wieder da. Aber dieses Mal nicht. Und ich spüre, wie er mich jetzt tröstet. Wie er mich trösten würde, so wie er mich früher immer getröstet hat. Er konnte eigentlich nicht damit umgehen, wenn ich geweint habe. Habe ich deswegen auch nicht oft... Aber wenn es doch mal passiert ist... Dann hat er einfach geschwiegen, hat meinen Kopf gestreichelt. Auch das war einfach so gut für mich. Dass er nicht ständig auf mich eingequatscht hat.

Ich hab einfach das Gefühl, wir sind noch nicht fertig. Wir sind nicht klar miteinander. Ich hab ihm nie gesagt, wie wichtig er für mich als Kind war. Dass ich mich auch gerne mehr mit ihm unterhalten hätte am Telefon. Dass ich nicht immer angerufen habe, um mit meiner Mutter zu reden. Und ich weiß auch nicht, was er über mich gedacht hat. Was er sich von mir wünscht. Ich weiß nur, dass es weh tut. Dass es mittlerweile so unfassbar weh tut...

Und dann kommt Johannes... Mein neuer Whatsapp-Status... Bilder von mir an der Klimmzugstange... Year, ich kann Klimmzüge... Ich hab dazu geschrieben, dass ich manchmal glatt vergesse, wie stark ich mittlerweile bin. Stay strong and never give up... Ein Status, der auf mein aktuelles Gefühlsleben gemünzt war. Ich fühle mich nun mal manchmal so entsetzlich klein, schwach und wertlos. So alleine. So ungeliebt... So verzweifelt. Und dann mache ich halt ein paar Kraftübungen und kann dann zumindest hinterher denken: Ganz so schwach bin ich ja gar nicht.
Er hatte mir nen positiven Kommentar geschickt... Zu den Bildern. Für wie leicht gestrickt hält der mich eigentlich? Dass ich einfach ein Bild von meinen vermeintlichen Muckis poste? Hält der mich für so oberflächlich? Was würde ich dafür geben, dem wäre so. Ich wäre so. Schön wäre es. Ich erkläre ihm, wie der Status tatsächlich gemeint ist... Und? NICHTS! Vielen Dank auch, das ist genau das, was ich jetzt grade noch gebrauchen kann. Ich hab ihn nicht angeschrieben! Dann soll er doch direkt die Schnauze halten, wenn es ihn eh nicht interessiert. Memo an mich... Ich darf ihm keine Nachrichten mehr schicken, die mit meinem Herzen geschrieben wurden. Er kann so... Er hat Momente, da kann er so traumhaft mit den Nachrichten umgehen. So behutsam und vorsichtig. Fast schon liebevoll... Und dann hat er eben auch wieder diese Seite. Mit der er mich so sehr vernichten kann. Ich bin dann einfach dieses kleine Kind, das ihn unter Tränen anfleht, es zu lieben und zu beschützen. So lautet der Inhalt nicht! Der Inhalt war so, wie oben beschrieben... Und was macht er? Er dreht sich einfach kommentarlos um und geht. Das tut weh, du Arsch! Ich hätte einfach schreiben sollen: "Ja danke, ich arbeite dran." Habe ich den meisten anderen auch geschrieben... Wie dumm von mir, dass ausgerechnet er sich für mein Seelenleben interessieren würde...

Das war übrigends die typische Bestrafung von meinem Dad... Mich einfach zu ignorieren. Tage lang. Ich wusste manchmal gar nicht so recht, was ich nun wieder falsch gemacht hatte. Manchmal wusste ich zwar, warum ich nun bestraft wurde, aber empfand es als ungerecht. Ja, ich fand es nicht fair, für mein Verhalten bestraft zu werden. Oft war es dann so, dass meine Mutter mich zwang, mich bei ihm zu entschuldigen, um den Familienfrieden wieder herzustellen. Wie gesagt, ich wusste oft noch nicht mal, wofür ich mich jetzt überhaupt entschuldigen sollte... Vielleicht bin ich auch deswegen bei Johannes so empfindlich... Empflindlich? Man ignoriert nicht einfach Leute! Schon gar nicht, wenn sie dir grade ne Herznachricht geschickt haben...

Was war an dieser Nachricht jetzt wieder falsch? Wie gesagt, ich hab ihn nicht zuerst angeschrieben! Ich brauche diese oberflächlichen Nachrichten nicht. Familie kann man sich nicht aussuchen, die bekommen dann halt die oberflächlichen Antworten... Aber er? Als Freund? Nee, dann kann er gehen. Ich hab keine Freunde, unter anderem aus diesen Gründen. Wenn ich da eh nicht das sagen darf, was nun mal in mir ist... Dann kann ich auch schweigen. Echt ätzend..

Aber ich lass mich nicht mehr unterkriegen von ihm. Nicht noch mehr. Gut, mag daran liegen, dass ich ja grade eh schon ziemlich weit unten bin... Da kann man nicht noch weiter abstürzen, egal, was er tut oder eben halt auch nicht. Ich mache einfach so weiter wir zuletzt auch... Ich schweige, schreibe ihn von mir aus nicht an und warte... Und wenn noch mal was von ihm kommen sollte, dann wird meine Antwort weniger Herz beinhalten. Vielleicht hilft mir das ja sogar... Mich noch weiter von ihm zu entfernen. Wie gesagt, so oberflächliche Kacke brauche ich doch überhaupt nicht. Wenn ich merke, dass er nur da ist, wenn ich so bin, wie man mich halt am liebsten hat... Ohne Traurigkeit, Selbstzweifel, Angst.... Ja, dann gibt mir das vielleicht wirklich den Rest, den ich noch brauche, um ihn endgültig aus meinem Leben zu streichen. Verdammt, du Idiot... Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich auf jemanden so bedingungslos gewartet, noch nie stand ich jemandem so treu zur Seite. Irgendwann fand ich jeden scheiße. Immer. Alles was ich jemals toll fand, war ich plötzlich nicht mehr da. Und wenn ich das dann plötzlich erkannt habe, war der Typ/der Mensch für mich auch Geschichte. Einfach abgehakt, egal, wie toll ich ihn vorher noch fand. Nur bei Johannes... Da tritt dieser Zustand einfach nicht ein. Ich meine... Schaut euch doch nur meinen Fußballverein an... Jahrzehnte lange Liebe hat sich plötzlich in Luft aufgelöst.

Life sucks... Immer noch.